Hamburg TIGERS - Spitzenbasketball in Hamburg 30.07.2010, 01:08 Uhr

 

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Hamburger Meisterschaft 2010

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U12 :: Spannendes Finale (311 Aufrufe)

eingereicht von Anonymous am Samstag, 13. Februar 2010, 14:28 Uhr

Die U12 der BCH-TIGERS hat ihre reguläre Saison 2009/2010 beendet und dabei den ersten Platz in der Leistungsrunde deutlich behauptet: Alle Spiele im Jahr 2010 wurden gewonnen, manche knapp, andere wieder sehr souverän, so dass man die Mannschaft von Frank Golowka mittlerweile zum engeren Kreis der Favoriten für die Hamburger Meisterschaft zählen muss.

Begonnen hat diese Entwicklung nach dem Winterschlaf mit einem Vollzeitspiel am 17. Januar gegen den SC RIST Wedel. Dabei brauchten die TIGERS die erste Halbzeit, um aufzuwachen, und den größten Teil der zweite, um sich all der taktischen und technischen Möglichkeiten zu erinnern, die das Team mittlerweile besitzt. Erst in den letzten zwei Achteln dominierten die körperlich größeren Spieler und Spielerinnen der TIGERS und setzten sich am Ende mit 10 Punkten Vorsprung durch.

Das nächste Turnier fand dann zwei Wochen später statt. Zum wiederholten Mal hießen die Gegner SC RIST Wedel, Altrahlstedter MTV und - gleich im ersten Spiel - TURA Harksheide. Diese Mannschaft hatte, über die ganze Saison betrachtet, dem BCH bisher die meisten Probleme bereitet, weshalb keiner der TIGERS wirklich traurig darüber war, dass der beste Spieler des Gegners blass und Grippe geschwächt auf der Bank Platz nehmen musste und nur in einem einzigen Fünftel zum Einsatz kam. Trotzdem war der 44:30 Erfolg der TIGERS nicht nur ein krankheitsbedingter Glücksfall, sondern auch das Resultat eines beeindruckenden Teamplays mit allem, was zu einem mitreißenden Basketballspiel gehört: unwiderstehliche Fastbreaks, elegante Give'n Go's, sogar ein Pick'n Roll war dabei, und mit dem Halbzeitpfiff gab es dann auch noch einen spektakulären Buzzer-Beater, mittels Schleuderwurf, ohne Brett, aus der eigenen Hälfte, quer über den Platz, ungefähr von der eigenen Dreier-Linie. Und weil an diesem Tag sowieso alles klappte, wurden danach auch noch der AMTV Hamburg mit 70:28 und der SC RIST Wedel mit 60:33 wieder nach Hause geschickt.

Vielleicht lag es an diesen Ergebnissen, dass die Spieler zwei Wochen später beim letzten Turnier der Saison anfangs etwas lässig agierten. (Oder es lag an den anwesenden Auswahltrainern, vor deren Augen jeder Einzelne glänzen wollte, was dem Mannschaftsspiel erkennbar nicht zuträglich war.) In jedem Fall geriet die Mannschaft im ersten Spiel gegen Rist Wedel sofort in Rückstand, so dass es später einen 24:6-Lauf brauchte, um die TIGERS wieder auf Kurs zu bringen. (Hilfreich waren auch einige fragwürdige Pfiffe der Schiedsrichter, was den besten Spieler der Wedeler vorzeitig eliminierte.) Auch gegen Bramfeld blieb der BCH anfangs hinter den eigenen Möglichkeiten zurück, bevor eine deutliche Steigerung in der Defense der Partie eine Wende gab. Am Ende hieß es 49:31 gegen Rist Wedel. Und 62:29 gegen den BSV.

Der letzte Gegner der Saison war dann wieder TuRa Harksheide. Dieses Spiel begann damit, dass die TIGERS zwar gekonnt kombinierten aber so ziemlich jeden Korbleger gegen den Ring warfen oder ans Brett donnerten oder gleich beides verfehlten. Egal was die Mannschaft versuchte, so richtig zwingend war kaum eine Aktion, so dass TuRa bis zum Ende des 4. Fünftels fast ständig in Führung lag. Erst dann kämpften sich die TIGERS wieder heran und erzwangen mit einem Drei-Punkte-Spiel in letzter Minute eine Verlängerung. In ihr wechselte die Führung mehrere Male, bis es acht Sekunden vor Schluss 44:43 für die BCH-TIGERS stand. Bei Einwurf für TuRa auf Höhe der Mittellinie. Exakt zwei Sekunden brauchte der gegnerische Spielmacher danach für einen Korbleger zum 44:45. Damit blieben den TIGERS sechs Sekunden für einen letzten Angriff. Den verwandelten sie mit dem Schlusspfiff zu einem mehr als glücklichen 46:45 Sieg. Auf Seiten des Gegners flossen danach ein paar Tränen, und auch auf Seiten der Sieger mochte sich keiner so richtig freuen. Souverän sieht anders aus. Nur der Coach schien seltsam zufrieden zu sein: Alles gewonnen, beste Ausgangsposition in den Play-offs, und trotzdem hat das letzte Ergebnis jedem Spieler gezeigt, dass er bis zur Hamburger Meisterschaft weiter kräftig trainieren muss. Ein unverdienter Sieg. Aber pädagogisch besonders wertvoll.



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